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Die Auffangwanne aus Stahl – mehr Knowhow als man denkt

Auffangwanne für Fässer und Kleingebinde

Aus vielen Betrieben und Gefahrstofflagern ist die Auffangwanne aus Stahl nicht mehr wegzudenken. Zahlreiche Betriebsstoffe, Hilfsstoffe, Rohstoffe und Fertigprodukte gelten durch ihre Konzentration und Eigenschaften als Gefahrstoff. Nicht nur die Chemische Industrie ist davon betroffen sondern nahezu alle Betriebe fast sämtlicher Branchen im produzierenden Gewerbe aber auch Logistiker und Spediteure.

Eine Auffangwanne ist notwendig, sobald Gefahrstoffe in Fässern, IBC oder Kleingebinden gelagert werden sollen. Ihr Auftrag ist es, die Umwelt und den Menschen im Havariefall vor Kontaminierung zu schützen. Sollte also ein Gebinde „leckschlagen“, werden auslaufende Flüssigkeiten sicher und zuverlässig aufgefangen. Der Gefahrstoff kann dann aus der Wanne von entsprechend ausgebildeten Personen sicher abgesaugt und der Entsorgung zugeführt werden. So einfach kann die Lösung für ein Gefahrenpotenzial sein. Jedoch steckt deutlich mehr Knowhow in der Entwicklung und auch der Auswahl einer geeigneten Auffangwanne als man denkt.

Kriterien einer Stahl-Auffangwanne (gesetzliche Vorgaben)

Wer meint „Blech, Farbe, Gitterrost – fertig ist die Auffangwanne“ hat weit gefehlt. Es gibt bei der Entwicklung und Fertigung von zugelassenen Sicherheitswannen oder WHG-Wannen aus Stahl einige wichtige Kriterien zu beachten. Die wichtigsten Vorgaben und Anforderungen kommen aus der „Richtlinie über die Anforderungen an Auffangwannen aus Stahl mit einem Rauminhalt bis 1000 Liter (StawaR)“.

Sie muss flüssigkeitsdicht sein. Deshalb werden Schweißnähte z.B. mit einem Farbeindringverfahren geprüft. Die Dichtheit wird mit einem Wannenprüfzeugnis bescheinigt. Die Schweißnähte und Kantungen dürfen nur nach den strengen Vorgaben der StawaR und den dort genannten DIN-Normen ausgeführt werden. Daher können zugelassene und geprüfte Auffangwannen nur von WHG-Fachbetrieben gefertigt werden. Werkseigene Produktionskontrollen und auch Fremdüberwachung durch Sachverständige sind für den Hersteller Pflicht.

Die StawaR schreibt außerdem vor, dass die Materialstärke mindestens 3mm betragen muss. Bei der Verwendung von Edelstahl kann die Wandstärke auch 2mm betragen. Die Beständigkeit gegen die zu lagernden Stoffe muss nachgewiesen werden. Hier ist die DIN6601 oder ein entsprechendes Gutachten maßgeblich. Sollte aus Sicherheitsdatenblättern oder aus Beständigkeitslisten kein Hinweis auf den entsprechenden Werkstoff zu entnehmen sein, kann der Werkstoff der Sicherheitswanne dem Werkstoff des Lagerbehälters entsprechen.

Auffangwanne Standard SW2 lackiert

Damit auf der Wanne ein Gebinde gelagert werden kann, müssen entsprechend die Belastungsangaben durch eine Statik nachgewiesen werden. Auch auftretende Kräfte im Havariefall müssen beachtet werden, auslaufende Flüssigkeiten sind zwingend sicher in der Wanne zu halten. Auch die Standfüße, die eine Unterfahrbarkeit und Schutz vor Kontaktkorrosion gewährleisten, müssen den Belastungen standhalten. Wird ein Gitterrost an der Auffangwanne verwendet, muss dieses ebenfalls für die Belastung ausgelegt sein. Hier sind also bei der Produktentwicklung umfangreiche Belastungstests notwendig und vorgeschrieben.

Die Höhe der Aufkantung muss mindestens 50mm betragen. Außerdem ist ein Freibord von 20mm zu berücksichtigen. Das bedeutet, wenn ein Gebinde vollständig in die Wanne ausgelaufen ist, muss noch ein Freiraum von 2cm bis zur Oberkante vorhanden sein. Dies kann man als „Sicherheitsreserve“ ansehen. Es dürfen weiterhin keine Über- oder Abläufe vorhanden sein.

Für den Korrosionsschutz muss eine Beschichtung oder Verzinkung vorhanden sein. Um vor Korrosion zu schützen eignen sich vor allem lackierte Auffangwannen, als auch verzinkte Auffangwannen hervorragend. Auffangwannen die der StawaR entsprechen erhalten neben dem Typenschild und dem Wannenprüfzeugnis auch eine Übereinstimmungserklärung (ÜHP) des Herstellers. Bei Auffangvorrichtungen aus anderen Werkstoffen (z.B. GFK oder PE) bzw. Systemen die nicht der StawaR entsprechen wird die Eignung durch eine Zulassung vom Deutschen Institut für Bautechnik in Berlin (DIBt) festgestellt oder kann durch eine Zustimmung im Einzelfall erfolgen.

Kriterien einer Stahl-Auffangwanne ( Vorgaben des Marktes und der Kunden)

Auffangwanne für IBC und Fässer

Unter Beachtung und Einhaltung der oben beschriebenen Vorgaben kann ein Hersteller und Vertreiber von Auffangwannen dann seine Produktlinie entwickeln. Verschiedene Modelle können für bestimmte Anwendungsfälle (z.B. Fasslagerung, IBC-Lagerung oder Lagerung von Kleingebinden) produziert werden. Dabei spielen wiederum geeignete Maße (wieviele Fässer sollen gelagert werden?) und das erforderliche Auffangvolumen eine Rolle. Das Auffangvolumen wird im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) vorgegeben. Es muss 10% der Gesamtlagermenge, mindestens jedoch der Inhalt des größten zu lagernden Gebindes, aufgefangen werden können. Soweit in Wasserschutzgebieten die Lagerung von wassergefährdenden Flüssigkeiten zulässig ist, schreibt der Gesetzgeber vor, dass 100% der Gesamtlagermenge zurückgehalten werden müssen.

Für die Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten ist der Werkstoff Stahl auf Grund der nichtbrennbaren Materialeigenschaft besonders geeignet. Alle Auffangwannen aus Stahl mit einer Bodenfreiheit von 100 mm erhalten zusätzlich eine Anschlußmöglichkeit für den Potentialausgleich. Damit ausgerüstet und angeschlossen dürfen die Sicherheitswannen zur Lagerung von entzündlichen, leichtentzündlichen und hochentzündlichen Flüssigkeiten in der Ex-Zone 2 sowie in der Ex-Zone 1 aufgestellt und betrieben werden. Bei der Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten mit einem Flammpunkt ≤ 55 °C bzw. Flüssigkeiten die unter die Gefahrstoffverordnung fallen, sind insbesondere die TRGS 510 zu beachten.

20 Jahre Erfahrung – wertvoll für den betrieblichen Umweltschutz

Es steckt also eine Menge Entwicklungsarbeit und Knowhow in einem solch augenscheinlich einfachen Produkt. Wir von PROTECTO haben vor 20 Jahren unsere Standard-Wannen entwickelt und im Laufe der Zeit den jeweiligen technischen und gesetzlichen Änderungen angepasst. Darauf sind wir sehr stolz und freuen uns, einen Beitrag zum täglichen, betrieblichen Umweltschutz leisten zu dürfen.

PROTECTO - 20 Jahre Erfahrung in der Gefahrstofflagertechnik Protecto - WHG Fachbetrieb

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