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Rechtsgrundlagen - Das Chemikaliengesetz

Das Chemikaliengesetz, kurz ChemG, dient dazu, den Menschen und die Umwelt vor möglicherweise auftretenden Schädigungen durch gefährliche Stoffe und Stoffgemische zu schützen. Zu diesem Zweck ist es zwingend notwendig, entsprechende Stoffe deutlich erkennbar zu machen, Gefahren abzuwenden und der eventuellen Entstehung gezielt vorzubeugen.

Allgemeiner Anwendungsbereich des Chemikaliengesetzes

Dem Chemikaliengesetz unterliegen zahlreiche Produkte, welche sowohl im Alltag als auch im tagtäglichen Berufsleben zum Einsatz kommen. Dazu zählen z.B. kosmetische Mittel, welche den Richtlinien des Lebens- und Futtermittelgesetzbuches unterliegen, aber auch Tabakerzeugnisse im Sinne des Tabakgesetzes. Weiterhin sind Arzneimittel, Medizinprodukte, Abfälle und radioaktive Abfälle, Abwasser, bestimmte Lebens- und Futtermittel, umweltgefährliche Stoffe und Gemische und Biozid-Produkte dem Chemikaliengesetz unterworfen.

Neben der Bestimmung gewisser Stoffgruppen definiert das Gesetz zusätzlich diverse Begriffe, zu denen unter anderen "Stoffe", "gefährliche Stoffe" und "umweltgefährliche Stoffe", "Einstufung", "Hersteller", "Einführer" sowie "Inverkehrbringen" gehören. Die Bezeichnungen und ihre zugehörigen Definitionen dienen dabei dem Ziel, das Gesetz unmissverständlich nach klaren Richtlinien umzusetzen. Die Kenntnis über die Begriffe spielt vor allem innerhalb der Gefahreneinstufung und bei der Anmeldung neuer Stoffe eine wichtige Rolle, denn in der EU besteht für sämtliche chemische Erzeugnisse eine zwingende Anmelde und Zulassungspflicht.

Chemische Stoffe dürfen folglich nur hergestellt, angemeldet und verwendet werden, wenn sie in speziellen Listen, beispielsweise in der ELINCS -Liste, kurz für "European List of Notified Chemical Substances" (neue Stoffe), aufgeführt sind.

Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung

Innerhalb des Chemikaliengesetzes existieren klare Richtlinien, welche beispielsweise Hersteller zur ordnungsgemäßen Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung ihrer Produkte auffordern und richten sich exakt nach den allgemeinen Bestimmungen der Verordnungen. Neben den Herstellern müssen sich weiterhin Lieferanten von Gefahrstoffen zwingend an die im Gesetz aufgeführten Verordnungen halten.

Hierbei sei insbesondere das sorgfältige, sichere und verantwortungsbewusste Verpacken der Stoffe und Gemische zu beachten. Die gesetzlichen Bestimmungen dienen dabei in beiden Fällen dem vorsorglichen Schutz von Mensch und Natur und sollten in jedem Fall von jedermann bewusst umgesetzt werden.

Benennung von Gefahrstoffen mittels CAS-Nummern

Die enorme Vielfalt chemischer Gefahrstoffe macht eine klare Differenzierung zwischen den einzelnen Erzeugnissen gleichermaßen unumgänglich als auch schwierig. Zu diesem Zweck wird meist die so genannte CAS-Nummer verwendet. Die Abkürzung CAS steht hierbei für "Chemical Abstracts Service" und unterliegt einer Abteilung der American Chemical Society.

Der Chemical Abstracts Service stellt dabei einen Registrierungsdienst für chemische Stoffe zur Verfügung. Erstaunlich ist bei näherer Betrachtung die Aufführung des Dienstes von über 21 Millionen Einzelstoffen und Stoffgruppen, welche theoretisch in sämtlichen Produkten Verwendung finden können. Die Beschreibungen zu den einzelnen Gruppen werden detailliert innerhalb der CAS-Datenbank aufgeführt.

Alle Stoffe besitzen zu diesem Zweck entsprechende CAS-Nummern (CAS-Registry-No.), welche eine praktische sowie notwendige Übersicht gewährleisten.

Bildquelle: ©iStock.com/serggn

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