Tag der Erde

 

Auch in diesem Jahr wird der Tag der Erde rund um den Globus am 22. April begangen. Dieser, erstmals im Jahr 1970 gefeierte Tag ist ein Zeichen für den Kampf für eine gesündere und bessere Welt durch die Verringerung der Umweltverschmutzung und die Vermeidung von Abfällen.

 

International berühmt seit 1990

 

Der Tag der Erde wurde ursprünglich vom Amerikanischen Senator Gaylord Nelson ins Leben gerufen und sollte auf die dramatischen Auswirkungen der Umweltverschmutzung aufmerksam machen. Der schnell an Popularität gewinnende Earth Day wurde in den Folgejahren immer berühmter und von immer mehr amerikanischen Bundesstaaten aufgegriffen. 20 Jahre nach dem ersten Tag der Erde wurde dieser im Jahr 1990 erstmals international begangen.

 

Der wohl größte Earth Day fand im Jahr 2000 statt, als mehr als 400.000 Menschen allein zur Eröffnungsveranstaltung der damit einher gehenden Festlichkeiten kamen. Auf Antrag der bolivianischen Regierung wurde im Jahr 2009 der Tag der Erde von der Generalversammlung der Vereinten Nationen zum Internationalen Tag der Mutter Erde ernannt und als Feiertag festgelegt.

 

Viele Politiker, Prominente und Künstler engagieren sich für dieses Projekt. Michael Jackson veröffentlichte seinen Earth Song zu diesem besonderen Tag. Das Empire State Building wird am Earth Day komplett grün beleuchtet. Und auch der Internet-Gigant Google macht seit 2001 mit einem „Doodle“ auf diesen Tag aufmerksam.

 

 

Der Tag der Erde 2015

 

Auch in diesem Jahr werden am 22. und 23. April viele Veranstaltungen rund um das diesjährige Thema des Earth Day stattfinden. Das Motto dieses Jahres lautet "Cradle to Cradle" und bedeutet übersetzt so viel wie "Von der Wiege bis zur Wiege". Die Intention hinter diesem doch recht kryptischen Motto ist die Vermeidung von Abfall, durch eine Integration von Abfall in einen Verwertungskreislauf. Es soll klar für nachhaltige und ökologische Produkte geworben werden, welche sich nach Gebrauch in den natürlichen Verwertungskreislauf einbringen lassen.

 

Klar formuliert:
Gebrauchsgüter sollen aufgrund der Inhaltsstoffe und der ökologischen Produktion direkt nach Gebrauch in den Kompost wandern können und somit als weitere Nährstoffe dienen. Bei Gebrauchsgütern hingegen muss die Optimierung dahingehend erfolgen, dass die hier verwendeten Materialien ein vollständiges Recycling ermöglichen und somit eine Verringerung von Abfallprodukten voran schreiten kann.

 

Cradle to Cradle - Nachhaltigkeit auf neuem Niveau

 

Mit der Aktion Cradle to Cradle wollen die Veranstalter rund um den Globus sowohl bei den Menschen als auch bei der Wirtschaft das Bewusstsein für potentielle Lösungen schärfen. Dabei hat die Aktion Cradle to Cradle sieben einfache Regelnformuliert, nach welchen sich ein solcher Aktionismus richten sollte. Die Regeln lauten:

 

1. reduction (Reduzierung),

2. reusing (Wiederverwendung),

3. recycling (Wiederverwertung),

4. recovering (Wiederherstellung),

5. rethinking (Umdenken),

6. renovation (Erneuerung) und

7. regulation (Regulierung).

 

Werden diese einfachen und dennoch recht komplexen Prinzipien durchgängig angewandt, könnte sich innerhalb kürzester Zeit der Abfallausstoss unseres Wirtschaftssystems nachhaltig verringern. Die daraus resultierenden geringeren Folgekosten für Entsorgung und Reinigung würden allen Menschen zu Gute kommen.

 

Bildquelle: ©iStock/Creative_Outlet



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