Deutschland nimmt beim Umweltschutz in vielen Bereichen eine weltweite Vorreiterrolle ein. Das gilt spätestens seit den 1980ern, als eine immer stärker werdende Umweltbewegung und die neu gegründeten Grünen Druck auf die Politik ausübten. Aber auch schon in den Jahrzehnten zuvor erließ der Bundestag zahlreiche Gesetze für einen verbesserten Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen.

 

Umweltschutz in Deutschland: Ein facettenreiches Politikfeld mit langer Geschichte

 

Wälder, Biodiversität, Ozonloch, Müll, Gewässer, Energieproduktion: Der Umweltschutz in Deutschland umfasst viele Bereiche. Entsprechend vielgestaltig sieht die Gesetzgebung dazu aus. Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die politischen Verantwortlichen viele Probleme nachhaltig lösen konnten. Das zeigt sich zum Beispiel an der Wasserqualität und am Gewässerschutz. Bereits im August 1957 trat das Wasserhaushaltsgesetz als bundesweites Rahmengesetz in Kraft, welches die Regeln in den Ländern vereinheitlichte. Das mehrfach überarbeitete Gesetz stellt eine Erfolgsgeschichte dar.

 

Sowohl das Trinkwasser als auch das Wasser in Seen, Flüssen und Meeren zeichnet sich durch eine hohe Qualität aus. Das erreichte der Staat durch hohe Anforderungen. Bei Projekten rundum das Wasser fordert er etwa strenge Umweltverträglichkeitsprüfungen. Er kann Regionen auch als Wasserschutzgebiete ausweisen. Das dient der Umwelt und dem Menschen gleichermaßen.

 

Dasselbe trifft auf die Gefahrstoffverordnung aus dem Jahr 1993 zu. Diese reguliert detailliert den Umgang mit gefährlichen Chemikalien. So verbietet der Staat manche Chemikalien, legt Informationspflichten fest und schreibt konkret vor, wie Stoffe zu handhaben und zu lagern sind. Firmen müssen bestimmte Chemikalien beispielsweise in hochwertigen Gefahrstoffschränken einschließen. In Form eines besseren Arbeitsschutzes kommt das direkt dem Menschen zugute, zugleich schützt die Verordnung die Umwelt vor in den Boden einsickernden Chemikalien und anderen Risiken.

 

Vielfältige gesetzgeberische Maßnahmen: Vom Recycling bis zum Klimaschutz

 

Zum Umweltschutz in Deutschland gehört auch das Recycling. Ziel ist es, so viele Stoffe wie möglich wiederverwerten zu können. Zudem soll Recycling Müllberge verhindern, klimaschädliche Müllverbrennung minimieren und die Boden- und Wasserbelastung mit umweltschädlichen Materialien reduzieren. Auch hierbei erzielte Deutschland bisher große Erfolge, im weltweiten Vergleich erreicht das Land mit die höchste Recyclingquote.

 

Ein Meilenstein bildete das 1996 in Kraft getretene Kreislaufwirtschaftsgesetz, welches das Recyceln durch vielfältige Maßnahmen förderte. Mittlerweile tragen zahlreiche Regelungen zum Umweltschutz in Deutschland bei: Mülltrennung, Rücknahmepflicht von Händlern und Produzenten bei verschiedenen Produkten wie Batterien und Elektrogeräten, Flaschen- und Dosenpfand.

 

Ein weiteres Beispiel für einen wirksamen Umweltschutz in Deutschland ist der Schutz der Luft und des Klimas. Im Zuge eines größer werdenden Ozonloches und des Klimawandels mit seinen schädlichen Auswirkungen setzte der Staat mehrere Maßnahmen zur Reduzierung klimaschädlicher Stoffe um. Dazu zählte das Verbot des Kältemittels FCKW, das sich bis in die 1990er hinein in fast allen Kühlschränken befand. 

 

Für die Reduzierung des CO2-Ausstoßes und anderer Abgase erließ der Staat zudem das Bundes-Immisionsschutzgesetz, schrieb den Einbau von Katalysatoren in Autos vor und weist zunehmend innerstädtische Umweltzonenaus. Zusätzlich zeigte die Einführung der Öko-Steuer eine gewisse Wirkung, da sie Autofahren finanziell etwas unattraktiver machte. Wie etwa die Flora und Fauna Deutschlands geschützt wurde, ist in Umweltschutz in Deutschland - Die größten Erfolge (Teil 2) nachzulesen.

 

Die Energiewende: Das aktuelle Großprojekt

 

Momentan steht beim Thema Umweltschutz in Deutschland die Energiewende im Zentrum der Aufmerksamkeit. Die Verantwortlichen wollen natürliche Ressourcen bewahren, den CO2-Ausstoß senken und Gefahren durch die Atomkraft meiden. Bereits in den 1990ern leiteten Regierungen unterschiedliche Förderungen erneuerbarer Energien ein, etwa das 100.000-Dächer-Programm.

 

Zu einem starken Ausbau führte aber erst das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das Investoren hohe Fördersätze sicherte. Zugleich unterstützt die öffentlich-rechtliche KfW-Bank mit günstigen Förderungen. Darüber hinaus beschloss der Gesetzgeber vielfache Anforderungen im Baurecht, welche Energieeffizienz garantieren. Das Ergebnis lässt sich sehen, so liegt der Anteil regenerativer Energien bei der Stromproduktion schon über 25 %.

 

 

Lesen Sie hier über weitere Erfolge:  Umweltschutz in Deutschland - Die größten Erfolge (Teil 2)

 

 

 

Bildquelle: ©iStock/weerapatkiatdumrong



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