Bereits in Teil 1 unserer kurzen Artikelserie berichteten wir über große Erfolge im Bereich Umweltschutz in Deutschland. In Teil 2 möchten wir Ihnen weitere erfolgreiche Umsetzungen des Umweltschutzes näher bringen.

 

Artensterben in der Tier- und Pflanzenwelt, verschwindende Wälder, Schäden durch die konventionelle Landwirtschaft: Die politisch Verantwortlichen in Deutschland sahen sich immer wieder mit erheblichen Herausforderungen konfrontiert. Vielfach halfen zahlreiche kleine und größere Maßnahmen, den Umweltschutz zu stärken.

 

Vielfalt in Flora und Fauna

Als Beispiel verdient der Tier- und Pflanzenschutz Erwähnung. Industrialisierung, Flächenversiegelung und Monokulturen in der Forst- und Landwirtschaft bedrohten lange Zeit die Vielfalt in Flora und Fauna. Auch heute stellen diese Faktoren noch eine Gefahr dar. Viele Maßnahmen haben aber geholfen, natürliche Lebensräume zu erhalten und neue Räume zu schaffen.

 

Dazu zählt die Ausweisung von diversen Schutzgebieten, festgehalten unter anderem im Bundesnaturschutzgesetz. Unterschiedliche staatliche Stellen können beispielsweise Regionen zum Naturschutzgebiet, zum Biosphärenreservat, zur FFH-Region und zum Nationalpark erklären. Die konkreten Regelungen differieren. So basiert das von der UNESCO initiierte Konzept Biosphärenreservat auf einem ganzheitlichen Ansatz, der auf eine ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit sowie soziale Sicherheit für Menschen zielt.

 

Bei Naturschutzgebieten geht es dagegen in einem engeren Sinne um die Bewahrung natürlicher Lebensräume. Nationalparks dienen wiederum dem Naturschutz sowie im Rahmen eines sanften Tourismus dem Erkunden der Natur. Diese Schutzgebiete eint aber, dass sie unter anderem Bauvorhaben und die wirtschaftliche Nutzung beschränken und so die Tier- und Artenvielfalt sicherstellen.

 

Auch die im Bundesnaturschutzgesetz und im Baugesetz festgeschriebene Eingriffs-Ausgleichs-Regelung trägt zum Naturschutz bei. Grundsätzlich gilt: Greift der Mensch stark in die Natur ein, muss er anderswo Kompensation schaffen. Fallen beispielsweise Bäume einer öffentlichen Baumaßnahme zum Opfer, muss die zuständige Stelle dort oder an einem anderen Ort neue Bäume pflanzen.

 

Wälder: Vom Problemfall zur Vorzeigeprojekt

In den 1980ern bestimmte eine aufgeregt geführte Diskussion über das Waldsterben die umweltpolitische Debatte in Deutschland. Dies gehört längst der Vergangenheit an - die Geschichte des Umweltschutzes in Deutschland können in Umweltschutz in Deutschland - Die größten Erfolge (Teil1) nachgelesen werden. Hierzulande wachsen die Waldflächen wieder, die Wälder präsentieren sich in einem guten Zustand. Das liegt an mehreren Gründen. So hat sich die Luftverschmutzung reduziert, Schadstoffe aus Industrieanlagen und aus anderen Quellen setzten den Wäldern eine Zeit lang stark zu.

 

Zudem nehmen die Gedanken der Nachhaltigkeit und der Biodiversität in der Forstwirtschaft eine größere Bedeutung ein. Waldbesitzer pflanzen mindestens genauso viele neue Bäume an, wie sie fällen. Das unterscheidet die deutsche Forstwirtschaft zum Beispiel von den Verhältnissen in Südamerika, wo Betriebe große Flächen ohne Ersatz roden. Umweltverbände wie der WWF loben auch, dass deutsche Eigentümer zunehmend eine natürliche Zusammensetzung an verschiedenen Baumarten realisieren.

 

Früher überwogen pflegeleichte Bäume wie Fichten, die historisch in Deutschland aber eine Minderheit darstellten. Nun entscheiden sich Betreiber verstärkt für heimische Baumarten, insbesondere Laubbäume. Hier beheimateten Tierarten eröffnet das verbesserte Lebenschancen.

 

Ökologische Landwirtschaft: Immer mehr Verbraucher kaufen Bio-Produkte

Wie Verbraucherverhalten für mehr Umweltschutz sorgt, zeigt der Bereich der Landwirtschaft. Einheimische Bio-Produkte finden stetig wachsenden Absatz, deshalb stellt eine steigende Anzahl an Landwirten auf einen ökologischen Anbau beziehungsweise auf eine Tierhaltung nach ökologischen Kriterien um.

 

Der Staat sorgt mit einem deutschen Bio-Siegel auf Basis einer EG-Richtlinie für Transparenz, Bauern müssen hierfür bestimmte Kriterien einhalten. Dazu gehören der Verzicht auf leicht löslichen mineralischen Dünger sowie auf synthetische Pflanzenschutzmittel, beides entlastet die Böden.

 

Dank einer vorgeschriebenen, abwechslungsreichen Fruchtfolge können sie sich zusätzlich schneller erholen. Speziell bei Tieren garantiert das Siegel eine würdigere Haltung.

 

  Bildquelle: ©iStock/Jeffrey Schreier  



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