Seit 2003 bietet ein Bündnis aus dem Hamburger Senat und den Unternehmensverbänden von verschiedenen Firmen eine sogenannte Umweltpartnerschaft an: Vor wenigen Tagen konnte Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) mit dem Bergedorfer Betrieb Galab Laborities den 1.000. Partner begrüßen.

 

1.000. Umweltpartnerschaft in Hamburg besiegelt

 

Aus diesem Anlass überreichte Jens Kerstan im Hamburger Rathaus persönlich die Urkunde an Eckard Jantzen, den Geschäftsführer von Galab Laborities. Bei Galab Laborities handelt es sich um einen Dienstleister, der in seinen Labors Lebensmittel und andere Stoffe auf Verunreinigungen oder gefährliche Elemente untersucht.  

 

Die Umweltpartnerschaft verdankt der Betrieb aber nicht diesem Geschäftsgegenstand, sondern dem Einbau eines innovativen Eisspeichers. Mit diesem Eisspeicher, der ein Volumen von einer Million Liter Wasser fasst, lassen sich die Labors kühlen und heizen. Im Vergleich zu konventioneller Heizungstechnik spart Galab Laborities damit rund 60 % des Energiebedarfs ein.

 

Umweltwirtschaftsgipfel in der Hamburger Handelskammer

 

Am Abend luden die Träger der Umweltpartnerschaft zu einem Gipfel in der Handelskammer Hamburg ein, der Einladung folgten rund 150 der 1.000 Umweltpartner. Geschäftsführer Eckard Jantzen erläuterte in einer Rede die Funktionsweise des Eisspeichers, der im Sommer Kälte und im Winter Wärme abgibt. Während das langsam abtauende Eis in den sommerlichen Monaten über ein Rohrsystem in den Fußböden die Räumlichkeiten kühlt, speichert die Anlage zugleich einen Teil der warmen Raumluft für die kalte Jahreszeit ab.  

 

Jens Kerstan lobte bei diesem Treffen die Umweltpartnerschaft als Beleg dafür, dass Umweltschutz und Vorteile für Unternehmen Hand in Hand gehen. Zudem brachte er die Hoffnung zum Ausdruck, dass sich noch mehr Firmen für die Umweltpartnerschaft bewerben und damit der Energiewende in der Hansestadt zum Erfolg verhelfen.   Michael Westhagemann als Vorstandsvorsitzender des Industrieverbands und Vizepräsident der Handelskammer freute sich über den 1.000. Umweltpartner. Er betonte aber auch das noch vorhandene Potenzial bei insgesamt rund 150.000 Firmen in Hamburg.

 

Großer Nutzen der Umweltpartnerschaft

 

Bei der Umweltpartnerschaft kooperieren der Hamburger Senat, die Handelskammer, die Handwerkskammer, der Industrieverband sowie der Unternehmensverband Hafen Hamburg. Alle Beteiligten wollen damit den Umweltschutz unterstützen und Firmen dazu motivieren, ökologische Potenziale zu ihrem Vorteil zu nutzen. Die Bandbreite der möglichen Projekte reicht weit: sie umfasst zum Beispiel Maßnahmen zur Energieeinsparung, die Schonung natürlicher Ressourcen und die Vermeidung von Müll.  

 

Alle Umweltpartner profitieren auf mehrfache Weise. So stellen die Träger Beratung und Förderungen zur Verfügung. Auf Treffen wie dem Umweltwirtschaftsgipfel können Unternehmen Erfahrungen austauschen. Vielfach lassen sich zudem durch grüne Umwelttechnologien wie bei Galab Laborities die Betriebskosten reduzieren.   Last, but not least: Umweltschutz in Deutschland erfreut sich in der Bevölkerung großer Beliebtheit. Mit der Umweltpartnerschaft verbessern Unternehmen ihr Image.  

 

©iStock.com/EyeEmCLOSED



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