Seit nunmehr 22 Jahren findet jedes Jahr am 22. März der sogenannte Weltwassertag statt. Dieser von der UN-Generalversammlung beschlossene Tag gewinnt seit Jahren massiv an Bedeutung und ist auch in Deutschland ein Tag des Nachdenkens über die zukünftigen Möglichkeiten und den Umgang und Zugang mit sauberem Trinkwasser.

 

Auch wenn die Erde zu mehr als 71% mit Wasser bedeckt ist, so gibt es immer noch Millionen von Menschen denen der direkte Zugang zu sauberem Trinkwasser verwehrt bleibt. Diese müssen oftmals lange und nicht zu unterschätzende Wege auf sich nehmen um für sich und ihre Familien das Wasser für den täglichen Gebrauch zu transportieren. Im krassen Gegenzug dazu stehen die westlichen Gesellschaften, in denen Trinkwasser im Überfluss vorhanden ist und die es sich leisten können das Wasser zu verschwenden.


Der Weltwassertag und die Weltwasserwoche

Mit dem Weltwassertag hat die UN einen Tag geschaffen, an dem sich alles nur um das Wasser drehen soll. In jedem Jahr steht der Tag unter einem anderen Motto und wird durch verschiedene Veranstaltungen eingerahmt. Innerhalb dieser Weltwasserwoche treffen sich Entscheidungsträger, Forscher und Wissenschaftler der unterschiedlichsten Bereiche in einem eigenen Forum und entwickeln Möglichkeiten um - passend zum jeweiligen Thema - den Umgang mit dem Wasser zu verbessern oder bessere Möglichkeiten für die Zukunft zu schaffen. So stand im Jahr 2014 der Weltwassertag unter dem Motto "Wasser und Energie" und beschäftigte sich mit dem Zusammenhang von Wasserkraft und Energiegewinnung als umweltfreundliche Möglichkeit rund um den Globus.


Das aktuelle Motto des Weltwassertags

In diesem Jahr dreht sich am Weltwassertag alles um das Motto "Wasser und nachhaltige Entwicklung". Erwartet werden in den verschiedenen Foren und Forschungsgruppen vor allem Ergebnisse der nachhaltigen Wasseraufbereitung und der Bereitstellung von Trinkwasser in schwer zugänglichen Bereichen. Verantwortlich für dieses Motto und die Umsetzung des Weltwassertages zeichnen sich in diesem Jahr das UN-Entwicklungsprogramm UNDP, UNESCO, UNEP, UN-HABITAT, der Weltbank und UN-DESA.


Die Ressourcen werden knapper

Gerade in der heutigen Zeit wird immer deutlicher, wie knapp die Ressource Wasser eigentlich auf unserem Planeten ist. Zwar ist grundsätzlich Wasser im Überfluss vorhanden, doch sauberes Trinkwasser wird in immer mehr Gegenden zu einem seltenen und stark umkämpften Gut. Dementsprechend ist es wichtig neue Möglichkeiten und Techniken zu entwickeln um den Zugang zu Trinkwasser zu verbessern und die Verschwendung der kostbaren Ressource einzudämmen. Hier sind vor allem die westlichen Industrienationen gefragt, in welchen das Trinkwasser ohne Bedenken verschwendet und von den Bewohnern ohne Gedanken daran genutzt wird. Eine Sensibilisierung der Bevölkerung hinsichtlich der immer stärker werdenden Wasserknappheit im Rest der Welt kann und muss hier die Aufmerksamkeit schaffen, die diesem wichtigen Thema gebührt. 



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