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Die PSA-Verordnung verständlich erklärt

Seit dem 21. April 2019 gilt die neue „Verordnung (EU) 2016/425 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 9.März 2016 über persönliche Schutzausrüstungen und zur Aufhebung der Richtlinie 89/686/EWG“ verbindlich für alle Hersteller, Importeure und Händler. Dieses Satzmonstrum ist vielerorts besser bekannt als die „PSA-Verordnung“. Bisher galt bis zum besagten 21. April diesen Jahres eine Übergangsregelung, aufgrund derer betroffene Personen eben nicht verbindlich dazu aufgefordert werden konnten, die neuen Bestimmungen auch durchzusetzen. Von nun an sind die Verordnungen bindend. Auch wir bei Protecto als Händler von Aufbewahrungen für Gefahrgut sind natürlich indirekt und direkt betroffen und wollen daher hier vorstellen, welche Verordnungen das sind und warum sie gut und wichtig sind.

Die wichtigsten Neuerungen

  • Die PSA-Verordnung hat einen größeren Geltungsbereich als die vorherige Richtlinie, da sie ebenfalls für Händler und Importeure gilt. Damit umfasst sie alle Bereiche der Wirtschaft.
  • PSA wird in drei Kategorien klassifiziert: I, II und III. Einige Produkte der PSA haben eine neue Kategorie zugewiesen bekommen. So gehören PSA zum Schutz gegen Kettensägenschnitte, außerdem Rettungswesten und Gehörschutz von nun an zur Kategorie III, deren Produkte vor tödlichen Gefahren und irreversiblen Schäden der Gesundheit schützen sollen. Für Produkte der Stufe III muss durch eine Produktionskontrolle von einer notifizierten Stelle die Qualität nachgewiesen werden.
  • Bei den neuerdings mit Stufe III klassifizierten PSA-Produkten müssen die Beschäftigten nun auch praktisch unterwiesen werden, es müssen regelmäßig praktische Übungen durchgeführt werden. In dieser Hinsicht stehen die Unternehmen jetzt in der Pflicht, ihre Unterweisungen anzupassen.
  • Eine weitere Neuerung ist die Verpflichtung zur Beifügung einer entsprechenden Konformitätserklärung zu jedem Produkt oder aber die Bereitstellung derselben über das Internet. Bisher musste eine solche Erklärung nur auf Nachfrage vorgelegt werden. Mit dieser Änderung werden die Hersteller in die Pflicht genommen.
  • Die EG-Baumusterprüfungen, bei denen bestimmte Produkte vor dem Inverkehrbringen auf die Einhaltung der EU-Normen geprüft werden, sind mit der neuen Verordnung jetzt nur noch bis zu 5 Jahre. Vor der Verordnung waren sie unbegrenzt gültig. EG-Baumusterprüfbescheinigungen, die vor der Richtlinie ausgestellt wurden, gelten, solange sie nicht vorher ablaufen, bis zum 21. April 2023.

Warum diese neue Verordnung?

Professor Frank Werner, der Leiter des Fachbereichs persönliche Schutzausrüstung bei der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV), formuliert eine Erklärung für die neue Verordnung wie folgt: "Die PSA-Verordnung definiert neue Anforderungen für das Inverkehrbringen von PSA und führt so zu einheitlichen Festlegungen für den PSA-Markt. Die neuen Anforderungen ändern jedoch nicht das Sicherheitsniveau von PSA: Persönliche Schutzausrüstungen, die nach PSA-Richtlinie in Verkehr gebracht wurden, gelten weiterhin als sicher und müssen nicht ausgetauscht werden." Die neue Verordnung für die PSA wurde in vielerlei Hinsicht modernisiert und angepasst an den neuen Rechtsrahmen der EU. Es sind Anforderungen an den Entwurf und die Herstellung von PSA enthalten, ebenso wie Vorgaben für den freien Verkehr von PSA innerhalb der Grenzen der EU. Der Anwendungsbereich der PSA-Verordnung hat sich nicht großartig verändert, es wird nach wie vor jedes Mittel und jede Vorrichtung in ihr eingeschlossen, die entwickelt wurde, um einer Person Schutz gegen bestimmte Risiken zu bieten.

Die PSA-Kategorien nach der PSA-Verordnung

Jede einzelne persönliche Schutzausrüstung ist, wie bereits erwähnt, in eine bestimmte Klasse eingeteilt.

  • Kategorie I betrifft einfache PSA, die gegen minimale Gefahren schützen wie etwa leichte mechanische Tätigkeiten mit oberflächlichen Auswirkungen, zum Beispiel Gartenarbeit, schwache beziehungsweise in der Wirkung nachlassende Reinigungsmaterialien. In der ersten Kategorie finden sich außerdem Gefahren, deren Hitze 50°C nicht übersteigt. Beispiele für diese Klasse sind Handschuhe oder Schutzbrillen mit UV-Schutz.
  • Kategorie II umfasst alle PSA, die weder in Kategorie I noch in Kategorie III einzustufen sind. Dazu gehört der standardmäßige Schutz bei mechanischen Risiken. Schutzhelme oder Sicherheitsschuhe lassen sich in diese Kategorie einordnen.
  • In Kategorie III eingeteilte PSA sind, wie eingangs bereits erwähnt, komplexe Schutzausrüstungen zum Schutz vor irreversiblen Gesundheitsschäden und tödlichen Gefahren. Sie ist die einzige Kategorie, die mit der neuen Verordnung eine Veränderung erfahren hat. In ihr ist Schutzausrüstung gegen chemische Einwirkungen, ionisierende Strahlung, den Einsatz in heißer Umgebung von mehr als 100°C, Flammen oder große Spritzer von geschmolzenem Material klassifiziert. Und auch für den sehr tiefen negativen Temperaturbereich von ab -50°C und weniger entwickelte Schutzkleidung findet sich hier. Die möglichen Beispiele hierfür sind vielfältig, zu nennen sind beispielsweise Sturzsicherung, Atemschutz, Gehörschutz und eben neuerdings auch Schutz gegen jegliche Arten von Kettensägenschnitten.

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